Monthly Archives: September 2010

29. ADAC Reckenberg Rallye 2010

Gesamtsieger Walter Gromöller/Klaus Bröckelmann im Opel Manta 400

(ph) Zur 29. Auflage der ADAC Reckenberg Rallye nahmen insgesamt 93 Teams die 6 Wertungsprüfungen unter die Räder. 69 Starter absolvierten die rd. 35 km auf Bestzeit und 24 Teams wollten die Sollzeitvorgaben des Historic Rallye Cup (HRC) möglichst ohne Abweichungen erfüllen.

Die Vielzahl von Zuschauern entlang der Prüfungen in Herzebrock und Rietberg-Mastholte (die Prüfung auf der Air Base fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt) wurden von den Historischen bestens „aufgewärmt“, denn die Erfüllung der Sollzeit heißt nicht dass mit den Fahrzeugen der Baujahre 1961 bis 1981 über die Strecken geschlichen wird. Am besten lösten Ralf Kleinemenke und seine Tochter Nina im Buckel-Volvo die Herausforderungen. Mit einer Abweichung von 0,8 Sekunden sicherte sich das Team des MSC Gütersloh den Sieg vor Lothar Köhler und Ursula Göde (Laubach) mit einem Opel Kadett C-Coupe.

HRC-Serienkoordinator Rolf Blaschke, der selbst auf den 8. Platz das Ziel ereichte, zeigte sich begeistert von dem gut besetzten Starterfeld, den selektiven Prüfungen und der reibungslosen Organisation.

HRC: Ralf und Nina Kleinemenke im Volvo 544 hatten im Ziel die geringste Sollzeitabweichung

Auch die Fraktion der Schnellfahrer schloss sich diesen Lob gerne an, aber bis die Teams das tun konnten, gab es eine spannende Rallye. Der Sieger von 2007, Stefan Göttig mit Co. Marcus Kolltsch im Ford Escort Maxi Kitcar setzte auf der Air-Base die erste Bestzeit und damit den Seriensieger Walter Gromöller mit Co. Klaus Bröckelmann im Opel Manta 400 unter Druck. Zwar setzte sich der Gütersloher mit der Bestzeit in WP 2 an die Spitze doch WP 3 und 4 gingen deutlich an Göttig, dessen Vorsprung 7 Sekunden betrug. Im zweiten Durchgang der WP Herzebrock drehte Gromöller den Spieß um und war 7,4 Sekunden schneller. Den hauchdünnen Vorsprung baute er mit einer Schlussattacke im Rundkurs von Rietberg-Mastholte auf insgesamt 7,7 Sekunden aus und sicherte sich den insgesamt 10. Gesamtsieg bei der Reckenberg Rallye. Das Podium komplettierten Bodo Friebertshausen/Timo Rau mit dem allradgetriebenen Mitsubishi Lancer Evo VIII.

Gesamtsieger Walter Gromöller im Ziel: „Ich wusste, dass Stefan Göttig ein harter Konkurrent sein wird, aber ich habe mir heute das Leben auch selbst schwer gemacht. Zusammen mit einer kürzeren Achsübersetzung habe ich eine kleinere Rädergröße getestet, was aber nicht funktioniert hat. Auf den schnellen Passagen hat der Motor mehrmals in den Drehzahlbegrenzer gedreht und ich hatte nicht die präzise Kontrolle über die Fahrwerksreaktionen. Sei es drum, am Ende hat es doch noch gereicht und ich bin mit dem Sieg sehr zufrieden.“

Von 69 Teams erreichten 56 das Ziel in Wertung. Bis auf kleine Ausrutscher verlief die Veranstaltung reibungslos. Für die 30. Auflage der Reckenberg Rallye versprach Heinz Sasse, Vorsitzender des MSC Wiedenbrück, den Teams ein pralles Programm mit Wertungsprüfungen vom Feinsten. Also schon mal vormerken: September 2011 (vermutlich letztes Wochenende)  = 30. ADAC Reckenberg Rallye !

Fotos zur Veranstaltung gibt es hier: http://www.ckworks.de/wp/v/rallye/recken10/

Die Homepage des Veranstalters mit Ergebnislisten: http://www.msc-wiedenbrueck.de

44. ADAC RCK Kleeblattfahrt 2010

Jörg und Gudrun Campe mit einem DKW (Bj. 1963) Wohnwagen Gespann

Wie jedes Jahr am ersten September Sonntag, fand auch 2010 die RCK Kleeblattfahrt im Raum Lehrte statt. Zudem war es dieses Jahr noch eine Jubiläumsveranstaltung, denn der Rallye Club Kleefeld e.V. im ADAC wurde 50 Jahre alt. Besonders für Fahrzeuge der Baujahre 1950 wurde daher das Nenngeld herab gesetzt. So viele Fahrzeuge aus dem Bj. 1950 sind allerdings nicht gekommen, dennoch war das Starterfeld mit 120 Teilnehmer wie jedes Jahr sehr gut besetzt.

Gefahren wurden die üblichen Bordbuch Chinesenzeichen nach Kilometern, sowie 4 Gleichmäßigkeitsprüfungen, davon eine nach der Art À Cheval. Die Besonderheit der RCK Kleeblattfahrt. Dieses Jahr mit neuer Punktwertung, viel die Prüfung auch nicht mehr so hoch ins Gewicht. Die Platzierungen waren aber wieder eng beieinander; auch wie in jedem Jahr. Wer auf einer Bordkarte einen Orientierungskontrollen Fehler hatte, durfte sich gleich ins Mittelfeld der Rangliste setzen. Die ersten 5 Plätze haben weniger als einen Fehlerpunkt in der Gesamtwertung.

Ansonsten war die Fahrt wie üblich, das Wetter spielte auch mit und die Sonne kam am späten Vormittag sogar hinter der Wolkendecke hervor. Die Mittagspause im Landhof Lahmann in Otze/Burgdorf ist mittlerweile wohl auch schon der Standard, neu war hingegen der Start im Autohaus Sellmann. Das Autohaus hat sich auch alle Mühe gegeben und eine tolle Location für den Start und das Ziel geschaffen. 120 Fahrzeuge auf dem Platz gehen zwar schon an die Grenzen, aber mit guter Einweisung der Helfer hat man alle Teilnehmer unter bekommen.

Bilder der Veranstaltung wie immer auf meiner Seite: http://www.ckworks.de/wp/v/orallye/rck2010/
Link zum Veranstalter mit der Ergebnisliste: http://www.rck-hannover.de

Rotenburg Race Days – 1/4 Meile mit flair

Golf 2 mit viel Kraft vorraus

Qualmende Räder, es riecht nach abgefahrenen Gummi, der Burn Out passt. So sah man viele Fahrzeuge am letzten Wochenende in Rotenburg / Wümme auf dem Flugplatz. Es war wieder Zeit für das 1/4 Meile Rennen auf der Landebahn. Rotenburg Race Days heißt die Veranstaltung und fand dieses Jahr zum 8.mal statt. Viele hundert Teilnehmer haben es sich am Wochenende rund um die Landebahn gemütlich gemacht und die Zelte aufgeschlagen. Freitag zum Training, wurde am Samstag zur Qualifikation gefahren, damit am Sonntag dann die Zeit vom Samstag immer wieder bestätigt werden musste. Wer zu langsam war, viel raus. So kann man sich am Wochenende einem schönen Wettkampf stellen und dabei seinen Boliden ausführen.

Bolide, so muss man die meisten der Fahrzeuge wohl bezeichnen. Speziell für diesen Motorsport aufgebaut und mit viel technischem Finesse ausgestattet haben diese Fahrzeuge nur einen Zweck: Möglichst schnell die gut 402 Meter lange Strecke hinter sich zu bringen. Das schaffen die Fahrzeuge auch. Und oft auch sehr schnell. Zeiten um 10 Sekunden waren am Samstag keine Seltenheit und dabei wurde auch die 200km/h Marke öfter überschritten.

Wenn ein Allradfahrzeug am Start alle vier Reifen durchdrehen lassen kann und einfach nicht die Kraft des Fahrzeugs auf die Strasse bringt, dann sollten einem das schon zu denken geben. Es sieht auch extrem spektakulär aus. Viele dieser Fahrzeuge haben die Karosserie entsprechend versteift und ein Helm ist Pflicht bei der Veranstaltung. Ohne geht es nicht. Ebenso gibt es vom Veranstalter eine technische Abnahme. Ohne diese darf nicht gestartet werden. Sicherheit geht vor, denn viertel Meile Rennen sind knallharter Motorsport.

Die Karosse ist eigentlich nur eine Hülle für eine Rennmaschine, www.rotorrabbit.com

Mit dabei waren aber auch die Junior Dragster Fahrzeuge, Motorroller, Karts und anderes Kurioses. Natürlich auch einfach nur das Zugfahrzeug für die Rennmaschine. Spaß steht an oberster Stelle und den lassen sich die Teilnehmer nicht nehmen. Rund 50 Euro Startgebühr für das Wochenende. Fahren kann man so oft das Fahrzeug hält und man sich einfach wieder an der Schlange anstellt.

Geboten wurde dem Zuschauer auch viel. Vom singenden Moderator, der neben seiner hervorragenden Moderation in den Pausen gerne Elvis Lieder zum besten gegeben hat und das wirklich ordentlich. Meinen Applaus noch einmal dafür ! Aber es gab Samstagabend auch das Night-Race mit spärlicher Disko Beleuchtung am Start, wo die Burn Out durch die Lampen einfach herrlich anzusehen waren bis zum großen Feuerwerk . Es wurde ordentlich was geboten. Also auf im nächsten Jahr zu den Rotenburg Race Days.

Bilder der Veranstaltung exklusiv auf Motorscene.de: http://www.motorscene.de
Der Veranstalter ist hier zu finden: http://www.row-racedays.com