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1. bis 3. Februar 2013: Bremen Classic Motorshow – "Heiße Reifen, wilde Jahre"

Walter Röhrl im Ascona B

Walter Röhrl im Ascona B im heißen Drift

Unter dem Motto „Heiße Reifen, wilde Jahre“ steht in diesem Jahr die Bremen Classic Motorshow. Noch bevor die Saison so richtig los geht, findet die Ausstellung mit großem Teilemarkt seit 11 Jahren in Bremen in den Messehallen statt. Über 220 Aussteller zeigten das neuste im Bereich Old- und Youngtimer. Von Werkzeug, über Fahrzeugpflege und Erhaltung bis zur Vorstellung von neuen Restaurations Projekten kann der Besucher alles bestaunen und passendes für sein eigenes Schätzchen dazu kaufen. Termine für die diversen Oldtimer Rallyes und Oldtimer Treffen werden natürlich auch wieder massenweise an den Ständen der Veranstalter und Ausrichter zu finden sein.

Lancia Stratos, das Auto nur für Rallye gebautLancia Stratos, das Auto nur für Rallye gebaut

Lancia Stratos, das Auto nur für Rallye gebautLancia Stratos, das Auto nur für Rallye gebaut

Die Sonderschau in diesem Jahr zeigt ganz das Motto der diesjährigen Messe. Die Wilden Rennwagen der 70er- und 80er-Jahre in der Rundstrecke und dem Rallyesport. Hintergrund zur Sonderschau sind die 1972 aus der Taufe gehobenen Deutschen Rennsport Meisterschaft und der 1973 ersten Rallye Weltmeisterschaft. Fahrzeuge wie der original Lancia Beta Montecarlo Turbo, in dem Hans Heyer 1980 Weltmeister wurde, sowie legendäre Autos wie der Ford Capri RS und ein Schnitzer BMW 2002 erzählen die aufregende Geschichte der frühen Anfänge des professionellen Motorsports. „Anders als heute kam der Sport buchstäblich zu den Menschen, man war ganz dicht dran“, sagt Projektleiter Frank Ruge. „Dieses Gefühl wollen wir in die Messehallen holen.“ Geschichten davon können einige erzählen. So sicherlich auch Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck, der für die Eröffnung am Freitag gewonnen werden konnte.

Ford Capri Kleint RS

Ford Capri Kleint RS Projekt, Illustration:Karsten Schade, Meine-Autozeichung.de

Angemeldet haben sich aber unter anderem auch Klaus-Joachim „Jochi“ Kleint, der 1979 mit seinem Opel Kadett GT/E und Ascona B die Europameisterschaft 1979 gewann. Vor dieser Zeit fuhr er im Ford Capri seine ersten Rallye Erfolge zusammen mit Walter Röhrl als Teampartner. In diesem Jahr auf der Bremen Classic Motorshow soll das Projekt „Wiedergeburt einer Rallye Legende“ beginnen und der Ford Capri aus den Anfängen von Jochi Kleint und auch Walter Röhrl wieder aufgebaut werden. Das Basis Fahrzeug kann in der Halle 6 auf Stand 6 A 41 schon angeschaut werden. Jochi Kleint hat sich zur Autogrammstunde am Samstag, 2. Februar zwischen 14 und 16 Uhr angekündigt und wird auch über gern über die alten Zeiten und das Capri Projekt berichten.

Auch die Fans der zweirädrigen Gefährte kommen voll auf ihre Kosten. Das Motto „Renn- und Rekordmaschinen“ zeigt rund 30 Motorräder, die auf den Rennstrecken der Welt Erfolge einfuhren, darunter so eigentümliche Modelle wie die aus den 20er Jahren stammende Megola, die mit ihrem Sternmotor im Vorderrad als eigenartigste Konstruktion der deutschen Zweiradgeschichte gilt.

Junge Klassiker in Halle 6

Junge Klassiker in Halle 6

In Halle 6 zeigen sich auf einer Sonderfläche wieder die Fahrzeuge der „jungen Klassiker“. Die Fahrzeuge die hier ausgestellt werden  haben eines gemeinsam: Sie stammen aus den späten 60er- bis zu den frühen 90er- Jahren und haben weit weniger als 100.000 Kilometer. Dazu sind sie aus erster oder zweiter Hand. Es sind die Fahrzeuge, die teilweise noch ein Mauerblümchen da sein haben, aber jetzt in die Hand der Sammler und Liebhaber über gehen. Meistens dazu noch sehr erschwinglich. So werden in diesem Jahr ein originaler Opel Manta S 1.9 Berlina von 1977, ein VW Passat L Variant von 1974 und ein Lancia Delta Integrale Evoluzione von 1992 zu sehen sein. Als besondere Rarität hat sich ein Ford Transit Reisebus mit 15 Fenstern für die Panoramasicht angekündigt. Nach Aussage des Besitzer sind von diesem Fahrzeug nur etwa 15 Exemplare in den Kölner Ford-Werken gefertigt worden.

Die Messe öffnet seine Tore wie gewohnt täglich von 9 bis 18 Uhr. Die Eintrittskarte kostet 15 Euro. Mehr Informationen und Aussteller Verzeichnis auf der Homepage der Messe: www.classicmotorshow.de

Originalausgaben – Bremen feiert 10. Geburtstag

Cite´ de l´Automobile Musee national Collection Schlumpf. Unrestaurierte Originale - Voisin C7 C von 1928 (MNA No.1315/Chassis No. 18383). (Ingo Wagner, Messe Bremen)

Bremen Classic Motorshow zeigt unbekannte Schätze der Oldtimer-Szene

Originale – mit einem einzigen Wort ist das Thema der Sonderschau der zehnten Bremen Classic Motorshow gesagt. Bereits in den 20er und 30er Jahren gefahren, in späteren Jahren als Original eingelagert und jahrzehntelang im Ursprungszustand erhalten, kommen zehn ausgesuchte Exponate daher, die die Oldtimermesse vom 3. bis 5. Februar 2012 zieren werden. „Wir freuen uns sehr, dass das Musée National de l´Automobile in Mulhouse zum ersten Mal die nicht-öffentliche Réserve der Collection Schlumpf geöffnet hat. Dort haben wir exklusiv für die Bremen Classic Motorshow automobile Schönheiten ausgesucht, die schon immer Sammlerobjekte waren und jetzt aufgrund ihres original erhaltenen Zustands zudem noch im Trend liegen. Unsere zehnte Auflage wollen wir mit einem wirklich besonderen Thema feiern und unsere französischen Freunde haben genau das Richtige für uns und stellen es uns dankenswerter Weise zur Verfügung“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow.

Geschichte lebt in diesen Oldtimern, die in Mulhouse im Elsass liebevoll gepflegt werden. Jedes Exponat wird auf der Bremen Classic Motorshow so ausgestellt wie es ist, gut erhalten, wie es in den 20er und 30er Jahren war – aber Ersatzteile: Non, Merci! Und für die Sonderschau in Bremen werden auch die Spuren der Zeit nicht beseitigt, sondern stolz zur Schau getragen.
Der Voisin C7 C beispielweise wurde 1928 gebaut und zwar mit viel Wissen der damaligen Zeit aus dem Flugzeugbau. Der Hotchkiss AM2 von 1927 gehörte einem Bankier aus Mühlhausen, Generationen der Familie lernten auf diesem Fahrzeug das Autofahren, bis es endlich direkt in den Besitz des Museums gelangte. Der Austro Daimler ADR 6 kutschierte jahrelang den Bürgermeister von Wien zu wichtigen Terminen – gut erhalten ist auch er im Urzustand auf der Bremen Classic Motorshow zu sehen. Seltenheitswert hat der Ravel 9HP von 1925 – möglicherweise der letzte seiner Art, gebaut übrigens vom Bruder des klassischen Komponisten Maurice Ravel.

Doch nicht nur im Bereich Auto ist „Original“ das Zauberwort – auch in der Halle 1 der Messe Bremen, der ÖVB-Arena, in der die Motorrad-Fans auf ihre Kosten kommen, wird es Besonderes geben: „Alles Originalmaschinen, nicht restauriert aber betriebesbereit“, verspricht Martin Grundmeyer vom VFV Veteranenfahrzeugverband, der die Sonderschau zusammenstellt. Mit dabei: eine Victoria Bergmeister, eine Wanderer 500, eine Opel Motoclub oder auch eine Württembergia.

Original Renault R4 auf der Classic Motorshow Bremen

Original müssen auch die jungen Klassiker der späten 60er bis frühen 90er Jahre sein, die auf einer großen Fläche in der Halle 6 zu kaufen sein werden. „Gemeinsam mit Fachleuten suchen wir die interessantesten und besten Fahrzeuge aus, die hier zum Verkauf angeboten werden“, erläutert Frank Ruge die Qualitätskontrolle. „Dabei sind mehrere Kriterien wichtig: Original und nicht restauriert, eine lückenlose Historie und nicht mehr als 100.000 Kilometer auf dem Tacho. Bei dieser Kombination ist das Haben-Wollen am Größten“, schmunzelt der Projektleiter. Im vergangenen Jahr startete die Bremen Classic Motorshow dieses besondere Angebot: Renault R4 GTL, BMW M 635 CSi und Porsche 964 Carrera Lightweight sorgten nicht nur für runde Augen bei den Oldtimer-Fans – die Nachfrage war auch größer als das Angebot. „Grund genug, hier für noch mehr Auswahl zu sorgen – wir haben die doppelte Fläche vorgesehen. Und die ist heiß begehrt – bereits Ende September waren alle Plätze für die Bremen Classic Motorshow bereits vergeben.

Die Messehallen sind geöffnet von 9 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 14 Euro. Mehr Infos auch unter www.classicmotorshow.de